Offerte: Vorlage mit Gültigkeitsdauer, die dich schützt
Die meisten Offerten-Vorlagen sind Layoutfragen. Diese hier ist eine Rechtsfrage: In der Schweiz bindet dich deine Offerte — wer die Gültigkeitsdauer, Vorbehalte und den Leistungsumfang unsauber formuliert, hat im Zweifel einen Vertrag am Hals, den er so nie wollte. Jedes Feld der Vorlage hat deshalb eine Begründung.
Vorlage: Offerte / Angebot (Dienstleistung & Handwerk)
# Offerte **Firma:** … (Name, Adresse, UID) **Kundin/Kunde:** … **Offerten-Nr.:** … **Datum:** … **Objekt/Projekt:** … **Diese Offerte ist gültig bis:** … (Datum — danach erlischt sie ohne weitere Mitteilung) ## Ausgangslage … (1–2 Sätze: was wurde besichtigt/besprochen, worauf stützt sich die Offerte) ## Leistungsumfang | Pos. | Leistung/Beschrieb | Menge | Einheit | Einzelpreis | Total | |------|--------------------|-------|---------|-------------|-------| | 1 | … | … | … | CHF … | CHF … | | 2 | … | … | … | CHF … | CHF … | **Preisart:** Pauschalpreis / Einheitspreise nach Ausmass / nach Aufwand mit Kostendach CHF … **Total exkl. MWST:** CHF … **MWST … %:** CHF … **Total inkl. MWST:** CHF … ## Nicht enthalten - … (z. B. Gerüst, Entsorgung, Anschlussarbeiten anderer Gewerke, Bewilligungen) - Zusatzleistungen werden vorgängig als Nachtrag offeriert. ## Termine - Ausführung möglich ab: … - Voraussichtliche Dauer: … ## Bedingungen - Zahlungsfrist: 30 Tage netto ab Rechnungsstellung - Garantie/Gewährleistung: gemäss OR bzw. … - Vorbehalte: … (z. B. Materialpreis-Teuerung über …%, Zustand nicht einsehbarer Bauteile) Freundliche Grüsse … (Name, Funktion) --- **Annahme der Offerte** (Datum, Unterschrift Kundin/Kunde): ______________
Oder gar nicht erst tippen: Sprich den Inhalt — SprichMal füllt die Struktur.
Das wichtigste Feld steht ganz oben
Die Gültigkeitsdauer ist in dieser Vorlage kein Kleingedrucktes, sondern die erste inhaltliche Zeile — aus einem einfachen Grund: Sie ist der Schalter, der deine rechtliche Bindung ein- und ausschaltet. Mit Datum endet die Bindung sauber; ohne Datum entscheidet eine gesetzliche Auffangregel, deren Ergebnis du nicht kontrollierst. Die Formulierung "erlischt ohne weitere Mitteilung" erspart dir zudem das unangenehme Absage-Telefonat, wenn Monate später jemand eine vergessene Offerte annehmen will.
Der zweite Schutzmechanismus ist das Paar Preisart + "Nicht enthalten". Die Wahl zwischen Pauschale, Einheitspreisen und Aufwand mit Kostendach verteilt das Kalkulationsrisiko — und die Negativliste verhindert, dass aus stillschweigenden Erwartungen Gratis-Nachträge werden. Wer beides konsequent ausfüllt, führt Nachtragsverhandlungen mit der Offerte in der Hand statt mit Erinnerungen.
Vom Aufmass zum Angebot, ohne Schreibtisch
Der zeitraubende Teil einer Offerte ist selten die Kalkulation — es ist der Weg vom Notizzettel der Besichtigung zum sauberen Dokument. Diesen Weg kürzt das Diktat ab: Direkt nach dem Termin, noch mit dem Objekt vor Augen, sprichst du Ausgangslage, Positionen und Vorbehalte ein. SprichMal strukturiert das Gesprochene in die Vorlage — auch wenn du es auf Schweizerdeutsch einsprichst. Danach bleibt dir die eigentliche Unternehmer-Arbeit: Preise prüfen, Marge entscheiden, abschicken.
5 Fakten, die nur für Handwerksbetriebe, Dienstleister und KMU, die Offerten stellen gelten
- 1
Eine Offerte ist in der Schweiz rechtlich ein Antrag: Nimmt die Kundin innerhalb der gesetzten Frist an, kommt der Vertrag zustande — ein Rückzieher ist dann nicht mehr möglich (Art. 3 OR).
Quelle: Art. 3 OR (SR 220), Fedlex
- 2
Ohne ausdrückliche Gültigkeitsdauer gilt bei Offerten unter Abwesenden: Du bist gebunden, bis eine Antwort bei ordentlicher, rechtzeitiger Absendung eintreffen durfte (Art. 5 OR) — eine unscharfe Frist, die du mit einem Datum in der Offerte vermeidest.
Quelle: Art. 5 OR (SR 220), Fedlex
- 3
Wer nicht gebunden sein will, muss das in der Offerte sagen: Formulierungen wie "freibleibend" oder "ohne Verbindlichkeit" schliessen die Bindungswirkung aus (Art. 7 OR) — Preislisten und Prospekte gelten dagegen von Gesetzes wegen nicht als Antrag.
Quelle: Art. 7 OR (SR 220), Fedlex
- 4
Bei Werkleistungen lohnt sich die Unterscheidung fester Preis vs. Richtofferte: Ein fest offerierter Preis gilt grundsätzlich auch dann, wenn die Arbeit mehr Aufwand verursacht als kalkuliert (Art. 373 OR).
Quelle: Art. 373 OR (SR 220), Fedlex
- 5
Die Abgrenzung "nicht enthalten" gehört in jede Offerte: Nachträge sind der häufigste Streitpunkt zwischen KMU und Kundschaft, und sie entstehen fast immer dort, wo der offerierte Leistungsumfang nur positiv ("enthalten ist…") beschrieben wurde.
Quelle: Begründung der Feldstruktur (Offert- und Nachtragspraxis)
So funktioniert’s
Sprechen
Aufnehmen oder Datei hochladen — Audio, Video, auch Schweizerdeutsch. Direkt im Browser, ohne Installation.
Dokument erhalten
SprichMal liefert kein Rohtranskript, sondern ein fertig strukturiertes Dokument — Protokoll, Bericht, Brief oder deine eigene Firmenvorlage.
Nachfragen
Mit deinen Dokumenten chatten: nachträglich Fragen stellen, Beschlüsse finden, Inhalte in ein anderes Format giessen.
Vertraulichkeit ist bei uns Architektur, kein Marketing
- Schweizer Anbieter: SprichMal wird von der matd ag in Rickenbach TG entwickelt und betrieben.
- Datenhaltung in der EU (Frankfurt), verschlüsselt — deine Aufnahmen und Dokumente gehören dir.
- Kein Training von KI-Modellen mit deinen Inhalten.
- Alle eingesetzten KI-Dienstleister transparent in den AGB gelistet (Abschnitt Auftragsverarbeiter).
Details: Auftragsverarbeiter in den AGB
Häufige Fragen
Founding-Member-Angebot — CHF 299 einmalig statt Abo
Offerte diktiert, bevor die Konkurrenz kalkuliert hat
Zwischen Besichtigung und Offerte vergehen in vielen Betrieben Tage — und der Auftrag geht an den, der zuerst liefert. Sprich die Positionen direkt nach dem Termin ein; die strukturierte Offerte steht, bevor du zurück in der Werkstatt bist.